Zertifizierung zum Oracle Certified Professional Java Programmer bestanden

veröffentlicht am 17. Februar 2012

Endlich ist es vollbracht. Soeben habe ich bei TCP4IT in Kiel meine Zertifizierung zum Oracle Certified Professional Java Programmer mit satten 93% bestanden. Damit hat sich die Lernerei der letzten Wochenenden und Tage wirklich ausgezahlt. Jetzt werde ich auch wieder mehr Zeit und Lust zum Bloggen finden.

Vorbereitet habe ich mich mit dem 851 Seiten starkem SCJP Sun Certified Programmer for Java 6 Study Guide, der trotz Übernahme von Sun durch Oracle noch aktuell ist.

Mein Eindruck der heutigen Zertifizierung war der, dass die Fragen im Buch und der auf CD beigelegten Zertifizierungs-Simulation teils deutlich schwieriger waren, als die Fragen in der Zertifizierung – vielleicht hatte ich aber auch einfach Glück mit den Fragen.

Man sollte sich auf jeden Fall rund 2 Monate für die Vorbereitung nehmen, um sich die Inhalte ordentlich einzuprägen und zu verstehen.

Ich habe das Buch zunächst einmal komplett inklusive Fragen durchgearbeitet. Dabei zeigte sich recht schnell, welche Kapitel ich mir nochmal genauer anschauen muss. Die entsprechenden Kapitel habe ich dann wiederholt durchgearbeitet.

Sobald ich das Gefühl hatte, alles recht ordentlich zu können, habe ich mich an die beigelegte Zertifizierungs-Simulation gemacht und natürlich… verkackt :D Die Fragen dort sind teils recht fies (mal ein kleiner Syntax-Fehler, mal ein Import weggelassen), verbessern aber ungemein die Art, wie man die Fragen bearbeitet.

Nachdem ich dann auch die Simulation recht gut konnte, habe ich mir nochmal alle Two-Minute-Drills durchgelesen und die Fragen erneut bearbeitet. So vorbereitet bin ich dann in die Prüfung gegangen und hatte auch ein gutes Gefühl während der Bearbeitung – das Ergebnis hat dieses nur bestätigt.

Wie schon geschrieben, werde ich in Zukunft wieder mehr Zeit zum Bloggen finden. Viele von euch werden sicherlich schon bemerkt haben, dass ich häufiger über die Java Programmierung schreibe und mich nurnoch selten in anderen Kategorien austobe. Dies wird sicherlich auch in Zukunft so bleiben, da ich auch bedingt durch meine Arbeit in diesem Themenkreis immer neue interessante Techniken kennen lerne und somit der „Inspirationsfluss“ nie abreisst.

Kommentare

Ja! Ich brauche unbedingt viel mehr Java! ;) Auf jeden Fall aber herzlichen Glückwunsch. Möge Dir die Zertifizierung im Wettbewerb Vorteile verschaffen.

Kommentar #1 von Didi am 17. Februar 2012


Vielleicht veröffentliche ich extra für dich auch noch ein paar Linux-Tipps ;)

Kommentar #2 von Patrick am 17. Februar 2012


Herzlichen Glückwunsch! Hält die Zertifizierung „lebenslang“ oder muss man sie nach ein paar Jahren wiederholen? Ist ja beispielsweise beim CCNA von Cisco der Fall.

Kommentar #3 von Tobi am 17. Februar 2012


Wenn mich nicht ales täuscht, ein Leben lang. Aber anhand der Java Version kann man ja einschätzen, wie lang die Zertifizierung zurück liegt ;D

Kommentar #4 von Patrick am 17. Februar 2012


Gratuliere Dir!
Halte zwar von Java nicht sonderlich viel (aus Gründen), aber nichts desto trotz kann ich mir ansatzweise vorstellen was das für eine Lernarbeit gewesen sein muss.

Kommentar #5 von Alex am 17. Februar 2012


Aus welchen Gründen denn? :)

Kommentar #6 von Patrick am 17. Februar 2012


Glückwunsch zur bestandenen Prüfung

Kommentar #7 von Tobbi am 18. Februar 2012


Die Gründe interessieren mich jetzt aber auch… :-)

Kommentar #8 von Basti am 19. Februar 2012


Oha, ich wusste dass das kommt…
Na ja dann mach ich das Fass mal auf und behaupte das Java wohl mit die schwerfälligste aller Programmiersprachen ist, der einzige Vorteil darin besteht, dass es mehr oder weniger Plattform übergreifend einsetzbar ist.
Aber lieber entscheide ich mich für schnelle, aber angepasste Lösungen als für den riesen „Java“ der in seinem Abstration Layer vor sich hin werkelt und nicht in die Pötte kommt.

Jetzt dürft Ihr mich hauen! :-)

Kommentar #9 von Alex am 19. Februar 2012


*schlag*

Bei heutigen Prozessoren und den Optimierungen der JVM werkeln die Anwendung nahezu mit nativer Geschwindigkeit. Höchstens für rechenkritische Echtzeit-Anwendungen sollte man auf C/C++ o.ä. zurückgreifen, wobei du dann natürlich bei Java auch native Code einbinden kannst ;)

Größter Vorteil ist natürlich die Plattformunabhängigkeit und genau deswegen ist die Sprache auch so mächtig :)

Kommentar #10 von Patrick am 19. Februar 2012


*duck*

Allerdings ist das Werkeln in nativer Geschwindigkeit auch nur auf dem Papier so, für meinen Teil kann ich sagen das ich noch nie eine performante JAVA Anwendung gesehen habe, dafür aber sehr viele vor dennen ich schreiend davongelaufen bin :-)

Kommentar #11 von Alex am 19. Februar 2012


Da hast du dir eindeutig die falschen Anwendungen angeschaut ;)

Kommentar #12 von Patrick am 20. Februar 2012


Immer wieder das selbe: „Java ist mist, Java ist langsam“ – aber wirklich Argumente bringen ist nicht. Wie oft haben wir das schon durch. Also OpenOffice, TVBrowser, JDownloader und Eclipse laufen sehr gut bei mir um nur mal ein paar zu nennen :-)
Hast du auch mal Erfahrungen außerhalb von Desktopanwendungen gesammelt? Vermutlich schon tausendfach (im Web) nur nie gemerkt wa? :)

http://www.tiobe.com/index.php/content/paperinfo/tpci/index.html
kann sich nicht irren :D

Kommentar #13 von Basti am 22. Februar 2012


@Basti
Ich Arbeite seit mehr als 10 Jahren im Bereich Server Administration & Second Level Supoort bei mehreren Unterschiedlichen Unternehmen die u.a. auch Java Anwendungen im Einsatz haben und genau daher rührt auch meine eigene Erfahrung die ich hier wiedergebe. Du bist hiermit gerne eingeladen mich mal vom Gegenteil zu überzeugen! ;-)

Kommentar #14 von Alex am 22. Februar 2012


Yeah der erste Flamewar auf techspread ;D

Basti hat schon ein paar sehr gute Java Anwendungen genannt, die performancetechnisch überzeugen können.

Was ich allerdings behaupten kann, ist die Tatsache, dass Java im Vergleich zu „nativen Anwendungen“ häufig mehr RAM frisst. Aber bei den Speicherpreise heutzutage ist das vollkommen verkraftbar ;)

Kommentar #15 von Patrick am 22. Februar 2012


@Alex
Ich muss sagen, dass es durchaus sein kann, dass Java nicht in allen Dingen mit den nativen Sprachen mithalten kann. Aber Ich denke das ist bekannt und hat auch niemand bestritten.

Für die meisten Anwendungsfälle jedoch ist Java mindestens genau so performant wie eine native Implementierung (neben den genannten Beispielen seien auch nochmal Anwendungen wie Lotus Notes genannt, welches nicht gerade die kleine Anwendung von Nebenan präsentiert).

Seit den Java 1.4 – Zeiten hat sich so einiges getan, was vllt auch noch nicht bis in jede deiner Firmen-Anwendungen durchgedrungen ist.

Auch wir nutzen in der Firma sowohl C++ als auch Java-Anwendungen und Ich muss sagen, dass ich (und ja das ist auch subjektiv) insbesondere im Server-Client-Bereich die Java-Anwendungen durchaus für performanter halte als die C und C++ Implementierungen. Und da Heute im Cloud-Zeitalter die Client-Server-Architektur wahrscheinlich sogar noch zunehmen wird denke Ich, dass Java in seinem aktuellen Abwärtstrend sogar noch wieder gestoppt werden kann. Hier hängt aber auch nun viel von Oracle und deren Unterstützung der Community ab.

So far
Tobias

Kommentar #16 von Tobias am 22. Februar 2012


@Patrick Ein Flamewar sieht anders hier wird doch freundlich diskutiert ;-)
Entweder bin ich Blind oder ich finde keine Anwendungen die Basti genannt hat, die eine performante Java-Anwendung zeigen.

@Basti Leider finde ich keine Angaben woher der Tiobe-Index seine Daten bezieht, daher bin ich mit dem Übertrag in die reale Programmierwelt sehr vorsichtig.
Wenn Du z.B. Hochschul-Abgänger fragst, Programmieren die alle in Java, warum? Weil sieh das ganze bis zum erbrechen gelernt haben.

@Tobias
LoNo, als gutes Java Beispiel ist aber nicht Dein ernst, oder?
So weit ich informiert bin (wir Administrieren hier noch alte Notes 5.0.13 Server…) Arbeitet doch nur der DWA respektive der Webmailer unter Java, erstere allerdings nur wenn SameTime genutzt wird, oder vertue ich mich da?

Recht hast Du allerdings mit der Aussage das wir hier Weißgott noch nicht mit aktuellen Java Umgebungen arbeiten. :-D

Ich bin immer noch offen dafür mir Bespiele für gute und schnelle Anwendungen in Java zeigen zu lassen, also immer her damit!

Kommentar #17 von Alex am 23. Februar 2012


@Alex
Wir nutzen hier ein Lotus Notes 8.5.2 und da basiert sowohl der Client, als auch der Server soweit mir bekannt ist großflächig auf Java.
Die einzelnen DB-Ansichten werden natürlich auch in diversen Script-Sprachen formuliert, aber Schnittstellen zu anderen System und auch Backend-Abläufe sind afaik (Ich bin kein Notes-Entwickler) mitlerweile Java.

Kommentar #18 von Tobias am 27. Februar 2012


Hier fehlt irgendwie die Edit-Funktion ;)

Aber nochmal ein kleiner Auszug aus der IBM FAQ:

„Notes 8 (Standard Configuration) is a culmination of new goals, and new technologies to support those goals; it makes use of the Java-based Eclipse technology to enhance existing Notes functionality (mail, calendar, contacts, etc.) and provide new features such as sidebars, etc. Eclipse architecture allows the integration of other applications, such as Productivity Tools and Composite Applications, into Notes.“

Der Client basiert demnach wie vermutet mitlerweile wohl komplett auf Java (Eclipse RCP).

Kommentar #19 von Tobias am 27. Februar 2012


Danke Tobias für die Infos!
Habe gestern erfahren das wir nun auch auf LoNo 8.5 Umstellen werden, dann kann ich mich mal „Live von der Front“ dazu äußern :-)

Kommentar #20 von Alex am 28. Februar 2012


Und Alex, gibt’s schon neue Erfahrungen von der Lotus Notes Front? :)

Kommentar #21 von Patrick am 11. März 2013


Kann diesbezüglich leider nichts mehr berichten, ich bin vor der Realisierung der Umstellung aus der Firma raus und widme mich nun Vollzeit meinem Studium.

Kommentar #22 von Alex am 12. März 2013


Hey,
seh ich das richtig, oder muss man für dieses Zertifikat die Sprache an sich kennen und dazu noch die wichtigsten Pakete wie die Collections und I/O? Oder kommen da auch ausgefeiltere Klassen, die man kennen und (vor allem) einsetzen können muss?
Ansonsten ein geoßes Lob für deine Webseite. Hat mir im Moment bei Logback geholfen ;)
Grüße nach Norddeutschland aus Salzburg

Kommentar #23 von Artur am 19. März 2013


Hallo Artur,

auf dieser Seite findest du eine detaillierte Übersicht über alle Anforderungen für die Zertifizierung: http://education.oracle.com/pls/web_prod-plq-dad/db_pages.getpage?page_id=5001&get_params=p_exam_id:1Z0-851

Besser kann ich die Anforderungen auch nicht zusammenfassen :)
Gruß
Patrick

Kommentar #24 von Patrick am 19. März 2013


Hallo Patrick,

dein Blogartikel zu deiner Zertifizierung ist nun schon ein paar Jahre her.
Ich mache zur Zeit eine Umschulung zum Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung und habe die Möglichkeit, zusätzlich, die Zertifizierung: Oracle Certified Professional Java Programmer (OCPJP) zu absolvieren.

Hat man damit auf dem Arbeitsmarkt Vorteile?
Spielt Java eigentlicvh DIE Rolle, die von Oracle „versprochen“ wird?

Im Voraus schon mal meinen besten Dank
Viele Grüße
Manfred

Kommentar #25 von Manfred am 11. Juni 2015


Hallo Manfred,

ich denke, dass die OCPJP Zertifizierung als Quereinsteiger ganz schön schwierig sein kann. Zertifizierungen im Allgemeinen und der OCPJP im Speziellen werden dir bei Bewerbungen aber immer einen Vorteil oder zumindest Pluspunkte verschaffen, sofern die Zertifizierung bekannt ist (der OCPJP ist bekannt).

Viel wichtiger als die OCPJP Zertifizierung ist aber der Erfahrungsschatz über die reine Programmiersprache hinaus. Im Java Bereich zählt vor allem die Erfahrung mit gängigen Tools (z.B. Maven, Groovy, Jenkins, Bamboo), Frameworks und Bibliotheken (z.B. Spring, JUnit, Mockito, Flyway, Liquibase, SLF4J, Guava, Apache Commons, JPA (Hibernate), JDBC). Denn mit purem Java selbst entwickelt niemand. Um Java herum existiert ein riesiges Ökosystem an Komponenten, die die Arbeit effizienter und einfacher machen.

Weiterhin ist es auch wichtig, sich auch mit anderen Programmier-, Markup- und Scriptsprachen auszukennen (z.B. CSS, HTML und JavaScript, Ruby), sich mit Softwarearchitektur zu beschäftigen und vor allem ein großes Interesse an der Softwareentwicklung zu zeigen. Zu letztem Punkt gehört vor allem die Eigeninitiative, die bei Arbeitgebern sehr gut ankommt.

Ich beschäftige mich zum Beispiel auch in meiner Freizeit damit, Software zu entwickeln, mir neue Technologien und Frameworks anzuschauen und diese Seite zu betreiben (auch wenn ich schon seit längerem leider keine Zeit mehr finde, neue Beiträge zu schreiben).

Java ist auf jeden Fall eine der verbreitetsten und meist gefragten Programmiersprachen; für den Arbeitsmarkt auf jeden Fall sehr relevant.

Gruß
Patrick

Kommentar #26 von Patrick am 11. Juni 2015


Hinterlasse einen Kommentar