Testbericht: SteelSeries Kinzu

veröffentlicht am 16. März 2011

Gestern habe ich mir neue Peripherie für mein MacBook gekauft. Da es bezüglich des Tastaturlayouts keine großartigen Alternativen für Apple-Rechner gibt, habe ich mir eine Apple USB-Tastatur gekauft. Ich bin zufrieden: lässt sich ordentlich schnell darauf tippen. Dieser Artikel dreht sich jedoch um meine neue Computermaus, die SteelSeries Kinzu.

Ich wollte mir eigentlich eine Logitech G3 kaufen, die der Nachfolger meiner erst kürzlich kaputt gegangenen Logitech G1 ist, jedoch lässt sich diese (genauso wie die G1) nicht mehr erwerben. Weder in Online-Shops, noch auf eBay. Dann fiel mein Blick zunächst auf die Logitech MX518, ein Kumpel riet mir dann jedoch, einen Blick auf die SteelSeries Kinzu zu werfen.

Die SteelSeries Kinzu wurde zusammen mit zahlreichen Profi-Gamern entwickelt. Sie ist dementsprechend leicht, griffig und auf das nötigste beschränkt. Ich will jetzt nicht mit der Spezifikation um mich hauen, die könnt ihr auf der verlinkten Herstellerseite nachlesen. Die Abtastrate lässt sich jedoch mit einer Software unter Windows nach belieben einprogrammieren. Über eine Taste auf der Maus kann schnell zwischen zwei verschiedenen Profilen gewechselt werden.

Leider muss ich sagen, dass mir die Maus zum Arbeiten (noch) nicht so gut gefällt. Mir kommt die Maus einen Tick zu kurz vor, sodass ich meine Hand nicht einfach komplett auf der Maus ablegen kann, so wie ich es bisher gewohnt war. Zum Zocken ist die Maus allerdings erste Sahne. Habe mal eine kurze Partie Quake Live gezockt und muss sagen, dass sich damit ordentlich zielen lässt. Beim Zocken hebe ich komischerweise die Hand auch ein wenig an, sodass mir der eben genannte Nachteil beim Zocken nicht auffällt :D

Als weiteren Bonuspunkt bekommt die Kinzu die von der Herstellerseite herunterladbare Software SteelSeries ExactMouse. Diese kleine Software deaktiviert die lästige Mauszeiger-Beschleunigung unter Mac OS. Wer von Windows auf Mac OS umsteigt, weiß, was ich meine: die Mauszeiger-Beschleunigung ist unter Mac OS nicht linear, sondern wird in Stufen schneller. So sind langsame Bewegungen auf dem Bildschirm extrem langsam, während schnelle Bewegungen auf dem Bildschirm sehr flott sind – keine Ahnung, wer sich das ausgedacht hat. Bei der Nutzung des Touchpads mag das ein klarer Vorteil sein, bei der Verwendung einer externen Maus jedoch absolut schräg.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass sich die Maus hervorragend zum Zocken, nicht aber zum Arbeiten eignet (persönliche Einschätzung). Ich werde die Maus trotzdem behalten, da ich mich bestimmt noch an die etwas andere Ergonomie gewöhnen werde. :)

Kommentare

Da sag ich gleich was dazu. Erstmal zu dem „Beschleunigen“: DAS nervt mich in Mac OS auch – ich benutze da aber USB-Overdrive. Damit kann man das einstellen, was die Apples „vergessen“ haben…und zwar global für alle Mäuse. Man muß also, wenn man eine „schnellere“ Maus hat am Anfang etwas probieren, um die richtige Speed hinzukriegen. Bei einer nicht so schnellen natürlich umgekehrt. Ganz so gut wie unter Win ist das aber auch dann nicht.

In Windows kann man das beschleunigen ja abschalten. Unter Ubuntu (seit dem Wochenende zum ersten Mal Linux – parallel zu Win7-32 auf dem 2.PC…) ist das so ein „Mittelding“ zwischen Win/Mac-Gefühl – mit der Beschleunigung da komm ich noch ganz gut zurecht.

Die Steelseries käme für mich aber nicht in Frage: ich brauch eine Rechtshänder-Maus – mit symmetrischen mag ich nicht so. Und: ich brauch Seitentasten – für Vor/Zurück im Browser und im Win-Explorer. Unter Ubuntu geht das auch.

Aaber beim Mac: für Vor/Zurück im Browser braucht man schon das Tool – und im Finder gehts überhaupt nicht. Ei wei. Safari kann natürlich auch nicht mit den Tasten – den benutze ich aber eh nicht.

Am Mac hab ich eine kleine kabellose Maus von MS – die hat zwar nur 1000 DPI (unter Win ist die mir deswegen zu langsam) aber mit USB-Overdrive kann ich die nötige Speed (und einiges andere) ganz gut einstellen. Als Keyboard das kleine von Apple mit Bluetooth.

Am Haupt-PC und dem 2.PC hab ich mit KVM-Switch ein großes wired Apple-Keyboard mit Numpad/MS Sidewinder, zusätzlich am 2.PC direkt ein kleines wired Apple-Keyboard/Cherry Live Nano kabellos. Die kann man auf 800/1600 DPI einstellen – 1600 ist gerade schnell genug, wenn ich in Win auf „Anschlag“ stelle.

Beide Mäuse sind ungefähr gleich schnell sowohl unter Win7-32, als auch unter Ubuntu. Ich bin da recht empfindlich, deswegen habe ich sorgfältig probiert. Weil ich ja jetzt zwischen 3 Geräten mit 4 OS wechsle. Und an einem eine „langsame“, am anderen eine „schnelle“ Maus, das würde mich unheimlich nerven.

Ich hab bei Remus mal die MagicMouse mit der schnellsten „normalen“ Systemeinstellung probiert – grottenlahm. da muß man ja weitausgreifende Armbewegungen machen. Zack, zack – aus dem Handgelenk muß das gehen. Deine neue Maus is ja schnell genug – mir würden aber die Seitentasten abgehen.

PS: „…schnelle Bewegungen auf dem Bildschirm sehr flott sind – keine Ahnung, wer sich das ausgedacht hat“ – ich schätze, der heißt „Steve“ mit Vornamen – genauer: Steven Paul Jobs. Dem trau ich solch merkwürdige Dinge zu…

Kommentar #1 von JürgenHugo am 17. März 2011


@JürgenHugo: hrhrhr wer sollte sich sonst als erstes melden, als unser Peripherie-Fetischist :D Welche Wireless-Maus hast du genau an deinem Mac? Hat die Funk oder BlueTooth? Ich habe bei den BlueTooth-Mäusen nämlich nur Mist gefunden.

Kommentar #2 von Patrick am 17. März 2011


Ich habe btw auch mal USB-Overdrive getestet, das gefiel mir nicht so recht, habe auch damit keine vernünftige Mausbewegung hinbekommen. Ich glaub ich schließe mal eine andere Maus an und schaue, ob das SteelSeries Tool auch mit anderen Mäusen zusammen funktioniert :)

Kommentar #3 von Patrick am 17. März 2011


Dass diese Maus recht klein sein soll, war ja schon bekannt :) Daumen-Tasten sind natürlich auch Pflicht, vor allem als Gamer (Messer in BC2, TS3 Push-2-Talk). Eine Alternative (in dieser Preisklasse) wüsst ich jetzt auch nicht auf die schnelle. Bei MeinPaket.de gibts gerade einen 10 EUR Gutschein (ab 20 € MBW, >> twitter.com/morvagorDE <<), falls du dir eine andere holen möchtest ;)

Kommentar #4 von Thomas am 17. März 2011


@Thomas: Nö, die wird behalten, komme inzwischen ganz gut zurecht damit. Vor allem das kleine Zusatz-Tool für Mac OS hat mich überzeugt, endlich mal eine anständige Mausbewegung :D

Als Alternative habe ich oben ja schon die MX518 angegeben, die ist sogar noch ein wenig günstiger. Aber ich wollte mir nicht so eine bullige Maus holen, auch wenn ich bei einem Kumpel ganz gut mit der zurecht komme.

Kommentar #5 von Patrick am 17. März 2011


Die MX518 ist nicht so gut, da die Oberfläche so ein komisches Gummi ist, das sich mit der Zeit relativ schnell abnutzt (ekliges Gefühl).
Sollte man nicht eine Magic Mouse benutzen wenn man nen Mac hat? ;)

Kommentar #6 von Thomas am 17. März 2011


Die Magic Mouse habe ich im Laden getestet. Die ging überhaupt nicht klar :D

Kommentar #7 von Patrick am 17. März 2011


@Patrick:

Ich hab jetzt diese Maus am Mac: http://www.amazon.de/Microsoft-Explorer-schnurlos-anthrazit-Handelsverpackung/dp/B001DC9T92/ref=dp_cp_ob_computers_title_0

Der „Normalpreis“ war mal knapp 60,-, bei Amazon kost sie mit Versand 19,- ich hab sie zufällig im Kaufhof für 20,- gesehen und gleich mitgenommen. Die gibt es noch in einer größeren Ausführung, die kostet bei Amazon so 50,-/60,-. Die Technik ist gleich.

Sie hat 2x Seitentasten und ein 4-Wege Scrollrad. Geht per Funk. Anschluß über USB-Antenne. Diese ist ungefähr so groß wie ein kleiner USB-Stick – also nicht so ein ganz winziger.

Ich bin da recht zufrieden mit, Aussetzer und so hab ich nicht gemerkt. Die funktioniert natürlich auch ohne Treiber am Mac (den vom MS für Mac hab ich da NICHT ausprobiert – hat an einer anderen Maus mal „gezickt“) – da ist sie mir aber viel zu langsam.

Mit USB-Overdrive klappts für mich aber gut. 100% so wie bei Win ist das Mausgefühl dann aber nicht – ist es bei Ubuntu aber auch nicht. Ich kann diese Maus nur empfehlen – auch der jetzige Preis ist für die Qualität super. Da könnt sich einer die ruhig auch als „Zweit-Maus“ gönnen…

PS: ich muß mal meine Mäuse zählen…

PPS: „Die Magic Mouse habe ich im Laden getestet. Die ging überhaupt nicht klar“ – hab ich ja oben schon gesagt.

Ich hab aber auch mal das externe Touchpad probiert – hmm, hmm. 70,- ist schon heftig. Mit den schnellsten Sys-einstellungen von dem iMac bei Remus war der Zeiger fast ganz so schnell, wie ich wollte – wenn ich mit meinen Fingers richtig ordentlich „gefummelt“ habe.

Aaber: die Signalverarbeitung scheint dann nicht mitzukommen – es gibt dann einen Gummi-Effekt. Sehr gewöhnungsbedürftig! Für 30,- oder so, da würd ich mir das mal holen, aber nicht für 70,-. Selbst der Verkäufer bei Remus (und das WAR ein Fanboy) hat gesagt: „Eigentlich nur zusätzlich zur Maus, nicht anstatt.“

Kommentar #8 von JürgenHugo am 17. März 2011


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