Testbericht: LG D2342P (3D-Monitor)

veröffentlicht am 17. Juni 2011

In den letzten Wochen konnte ich dank VICO Research ausgiebig den 3D-Monitor LG D2342P testen. LG verspricht mit diesem Monitor ein flimmerfreies 3D-Erlebnis in berauschenden Farben. Ob der Monitor hält, was er verspricht, erfahrt ihr in dem folgenden Testbericht.

Lieferumfang und technische Daten

Der Lieferumfang des Monitors überzeugt schonmal:

  • 3D-Monitor (23″)
  • Zwei 3D-Brillen: eine normale und eine klippbare für Brillenträger
  • Netzkabel
  • VGA Kabel
  • DVI-D Kabel
  • Gedruckte Kurzbedienungsanleitung
  • Bedienungsanleitung auf CD
  • Treiber CD

Bevor ich die technischen Daten 1:1 von der Herstellerseite kopiere, könnt ihr euch lieber selber die Spezifikation auf der Herstellerseite anschauen.

3D-Technik

LG setzt beim LG D2342P auf die so genannte Polarisationsfiltertechnik, die so ähnlich auch in 3D-Kinos zum Einsatz kommt. Hierbei werden die Bildschirmzeilen abwechselnd von einem Filter unterschiedlich polarisiert. Mit der passenden 3D-Brille bekommt jedes Auge jeweils nur die Hälfte zu sehen und mit dem entsprechenden Bild/Video entsteht der 3D-Effekt.

Im Vergleich zur Shutter-Technik, bei der abwechselnd das linke und das rechte Auge durch die 3D-Brille abgedunkelt werden, sind beim Einsatz der Polarisationsfiltertechnik keine batteriebetriebenen 3D-Brillen nötig, wodurch die Brillen entsprechend leichter sind. LG verspricht mit dieser Technik ein kopfschmerzenfreies 3D-Erlebnis. Diese Aussage kann ich leider nicht hundertprozentig bestätigen – teilweise fand ich die Betrachtung von 3D-Videos recht anstrengend für das Auge. Es könnte aber auch sein, dass ich voreingenommen an die Sache heran gegangen bin.

Punktabzüge beim Display

Komischerweise fiel mir auch bei diesem Monitor direkt nach dem Anschalten auf, dass man vertikale Streifen im Display erkennen kann. Diese Eigenschaft habe ich bereits bei dem Test des LG Flatron E2360V bemängelt. Diesen Effekt konnte ich ansonsten noch bei keinem anderen Monitor feststellen.

Fazit

Der LG D2342P ist ein durchaus interessanter 3D-Monitor. Entgegen der Herstelleraussage, empfinde ich den Genuss von 3D-Bildern teilweise anstrengend für die Augen. Weitere Punktabzüge bekommt der Bildschirm für das Display – hier lassen sich vertikale Streifen erkennen.

Kommentare

1) 3D mit so´ner Brille – das is wie rumlaufen mit Krücken: es geht, aber wie… Mumpitz

2) 16:9 = gegenüber 16:10 (1920×1200) nur Nach- aber keine Vorteile. Außer für die Hersteller: die Panesl sind billiger.

3) und dann noch Streifen…

4) noch was (sachliches): ich nehm an, du trägst keine Brille – tun aber viele – ich auch, seit ich 12/13 bin. Und das sind schon so 46/47 Jahre.

Stell ich mir richtig toll vor: meine „normale“ Brille (die merk ich ja fast gar nicht, das ist wie ein Teil von mir- ich setz die NUR zum schlafen, waschen, rasieren etc. mal ab) – und dann so ein Papp-Plastik-provisorisches Zustazdings. Herrjeh! :mrgreen:

Fazit: bevor ICH mit so einer Brille 3D gucke, da gege ich lieber mit einem iPad auf die Seite von Facebook – und DAS will schon was heißen…

Kommentar #1 von JürgenHugo am 17. Juni 2011


Das mit der Polarisation hast du scheint’s noch nicht ganz gerafft. Das Bild für das linke Auge wird auf einer Polarisationsebene ausgesendet, die gegenüber dem Bild für das rechte Auge um 90 Grad versetzt ist. Die Brille lässt links und rechts jeweils nur die entsprechende Polarisationsebene durch, d.h. man sieht auf dem linken Auge auch nur genau das Bild, das für das linke Auge bestimmt ist und rechts genauso. Das Hirn muss da also nichts besonderes leisten, weil es ein Stereobild wie immer geliefert bekommt.

Nachteil der Polarisationstechnik ist, dass sehr viel Licht verloren geht, d.h. das Bild wird relativ dunkel.

Die Kopfschmerzen haben weniger mit der konkreten 3D Technik zu tun sondern sind ein generelles Problem mit 3D Filmen, weil die Augen auf eine feste Ebene fokusieren müssen, während sich die Objekte im 3D Film scheinbar in unterschiedlichen Entfernungen befinden:
http://blogs.suntimes.com/ebert/2011/01/post_4.html

Übrigens hat der LG ein TN Display, d.h. so ziemlich das billigste (und schlechteste), das man verbauen kann. Macht für Spieler allerdings vielleicht doch Sinn (und nur die interessiert ja eigentlich auch ein 3D Monitor), weil man mit TN schnelle Schaltzeiten bekommt.

Kommentar #2 von Fabian Ritzmann am 17. Juni 2011


Hmm ok, vielleicht habe ich mich etwas blöd ausgedrückt oben. Wie die Technik funktioniert, habe ich schon verstanden :)

Update: Hab den Text aktualisiert.

Kommentar #3 von Patrick am 17. Juni 2011


„billigste (und schlechteste), das man verbauen kann.“ Nun ja – ein 30″ Eizo für 3500,- ist schon besser. Aber für den „normalen“ User zu Hause reicht ein gescheites TN-Panel dicke aus – mit „schlecht“ sollte man immer vorsichtig sein.

Was ist denn mit dem iMac – der hat ein „besseres“ Display – das spiegelt aber auch besser…

Ich bin mit meinen 3 24″ TN-Panels auf jeden Fall zufrieden, vor allem wenn man das Preis/Leistungsverhältnis bedenkt. Ich bin kein Hardcore-Gamer, aber ich bin auch kein Grafiker, der 120%-tige Farbtreue braucht.

Du kannst mir aber gerne so´n Profi-Display zusätzlich vorbeibringen – das paßt schon noch iwi auf den Schreibtisch, selbts wenn´s 30″ hat… :mrgreen:

Kommentar #4 von JürgenHugo am 18. Juni 2011


Hallo
Wie bei allem Monitor Tests wird der größte Nervfaktor nicht erwähnt! fast jeder hat heute mehr als einen Rechner, und wenn 2 Am Monitor hängen, muß man umschalten, und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Mein Fujitsu/Simens benötigt glatte 7 Tastendrücke um von DVI zu HDMI umzuschalten, mein Asus schafft das mit nur einem Druck. Ich wünschte mir, das das mitgetestet wird.

Maik

Kommentar #5 von Maik am 18. Juni 2011


@Maik: Der Monitor steht noch hier, hab’s grad mal getestet: 2x auf dieselbe Taste drücken.

Kommentar #6 von Patrick am 18. Juni 2011


@Maik:

„… fast jeder hat heute mehr als einen Rechner, und wenn 2 Am Monitor hängen, muß man umschalten, und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Mein Fujitsu/Simens benötigt glatte 7 Tastendrücke um von DVI zu HDMI umzuschalten…“

Das kann man aber auch anders regeln (ich hab ja nur Desktops): An PC1 sind 2 x24″, an PC2 1x 24″ – umschalten brauch ich da garnix.

Ich muß/tu nur die Tastatur und Maus per KVM-Switch umschalten – falls ich mal „parallel“ will habe ich an PC2 direkt eine kleine Tastatur+Maus angeschlossen. Und einen RIESENschreibtisch hab ich auch nicht:

Von der äußersten linken Ecke vom iMac bis zur äußersten rechten von PC2 sind knapp 2,30 Meter – ich kann alles vom „Chefstuhl“ aus erreichen. :mrgreen:

Kommentar #7 von JürgenHugo am 18. Juni 2011


23″ mit HDTV Auflösung gibt’s ab 120 Kröten, da müssen selbst arme Schlucker sich nicht mit TN abfinden: http://geizhals.at/deutschland/?cat=monlcd19wide&xf=1455_24~99_22~106_IPS~106_MVA~106_PVA&sort=p. Gut, entspiegelt sind es dann ab 180. :P

Kommentar #8 von Fabian Ritzmann am 20. Juni 2011


ich will aber keinen mit HDTV-Auflösung – weil 1920×1080 für einen Monitor Scheiße ist. 24″ mit 1920×1200 ist besser.

Filmchen kann man am TV gucken – DANN mit HDTV und ab 40″, und natürlich auch entspiegelt. :mrgreen:

Kommentar #9 von JürgenHugo am 20. Juni 2011


Die vertikalen Streifen machen mir so richtig Angst, um ehrlich zu sein. So etwas müsste überhaupt nicht in Frage kommen, vor allem bei einem neuen Monitor ..

Kommentar #10 von Michael am 20. Juni 2011


Diese Streifen lassen sich schwierig erklären. Also richtige „Streifen“ sieht man nicht. Bei eintönigen Farben sieht es aber so aus, als könnte man zwischen den einzelnen Pixeln einen minimalen „Abstand“ erkennen.

Kommentar #11 von Patrick am 20. Juni 2011


Ich habe von diesem Problem auch bei manchen Displays aus Kinos gehört, es hat mit der 3D Qualität zu tun, wenn ich mich gut daran erinnere

Kommentar #12 von andreas86 am 22. Juni 2011


Die Streifen haben nichts mit dem 3D-Feature zu sein (zumindest nicht in diesem Fall). Denselben Effekt hatte ich bereits schonmal bei einem 2D-Monitor von LG…

Kommentar #13 von Patrick am 22. Juni 2011


Dass man zuhause einen 3D Monitor haben kann finde ich eine tolle Sache. Die Brille gehört dazu… noch

Kommentar #14 von AnaZ am 20. Juli 2011


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