Sicherlich kennt der ein oder andere von euch das kostenlose Schnittprogramm VirtualDub. Gestern habe ich mal wieder ein Video geschnitten und irgendwie einen Filter zum Ein- und Ausblenden des Videos gesucht.

Dabei bin ich auf diese Seite hier gestoßen und habe mir von dort den Filter FadeFX heruntergeladen. Entweder kopiert man den Filter direkt in das Verzeichnis plugins des VirtualDub-Ordners oder man lädt den Filter später nach.

Um den Filter zu nutzen, klickt man in VirtualDub auf Video > Filters > Add… und wählt dann aus der Liste das Plugin FadeFX aus. Sollte man das Plugin nicht in das Plugin-Verzeichnis kopiert haben, kann man den Filter rechts per Load… nachladen.

virtualdub-fadefx-01

Nachdem man den Filter ausgewählt hat, klickt man auf OK und es öffnet sich das Konfigurationsfenster des Filters. Zugegeben, die Verwendung des Plugins ist nicht recht intuitiv, bei anderen VirtualDub-Filtern ist dies aber ebenso.

Im folgenden Bildschirm muss man nun Frameangaben machen, also von welchem bis zu welchem Bild der Filter angewendet werden soll. Hat ein Video zum Beispiel 24 Bilder pro Sekunde und möchte das Video innerhalb von 2 Sekunden von Schwarz aus einblenden, gibt man hier Apply effect from frame 0 to 48 ein und wählt unten Fade in from black.

virtualdub-fadefx-02

Möchte man mehrere Blend-Effekte nutzen, muss man die letzten Schritte einfach wiederholen. Wie das Resultat dann aussehen kann, könnt ihr in diesem Artikel begutachten.

Ich bin eben durch eine News von Golem darauf gestoßen, dass das VideoLAN-Projekt, welches bekannt durch den VLC Player ist, an einem Videoschnitt-Programm arbeitet. Das Programm soll den Namen VideoLAN Movie Creator (kurz: VLMC) tragen. Das Projekt hausiert unter der URL www.vlmc.org.

Schon bald soll eine Vorabversion für Windows, Linux und Mac verfügbar sein. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich das ganze Projekt schonmal selber zusammenbasteln. Eine Anleitung zum Kompilieren unter Linux steht bereits bereit. Ich wollte eben mal versuchen, eine Version unter Windows zu kompilieren, doch leider scheiterte das an meiner mangelnden C/C++ Erfahrung. Einen ersten Einblick kann man über das für die VideoLAN devdays ‘09 erstellte Demo-Video bekommen.

Wenn das Programm nachher noch Änderungen beim Exportieren der Videos zulässt (z.B. für verschiedene Filmformate), die Übergangseffekte reisserisch aussehen und man Audiospuren einfügen und bearbeiten kann, dann wird das Programm bestimmt der Hammer :)