Supercomputer für Zuhause

veröffentlicht am 09. Juni 2010

Vor einiger Zeit bin ich bei der Suche zum Thema Computer-Cluster auf die beiden Projekte Helmer und FASTRA aufmerksam geworden. Helmer ist hierbei ein Computer-Cluster eines schwedischen Grafikers, der auf mehreren Standard-Computern basiert. Der FASTRA wurde von belgischen Forschern entworfen und basiert ebenfalls auf Standard-Computer-Hardware. Jedoch wurden hier nicht mehrere Computer zusammen geschaltet, die Leistungsfähigkeit erzeugen 4 High-End-Grafikkarten.

Helmer wurde von seinem Besitzer für das Berechnen von Animationen geschaffen. Interessant finde ich bei dem Projekt den einfachen aber sehr effizienten Aufbau des Systems. Das System besteht im Grunde genommen aus einer Reihe von normalen Computern. Das wirklich geniale an dem System ist aber das Gehäuse. Ihr kennt vielleicht das Schubladenelement Helmer von IKEA. Das Element erlaubt aufgrund seiner Maße die Aufnahme von Standard-ATX-Mainboards. Mit etwas Geschick kann man sich also einen sehr kompakten und vergleichsweise günstigen Cluster auf Rollen erschaffen. Helmer II und Helmer III sind schon seit geraumer Zeit in Planung, vielleicht werden die Systeme ja irgendwann noch gebastelt.

Der Fastra hingegen ist noch kompakter. Das System basiert auf einem einzigen Standard-Computer, wurde jedoch mit 4 High-End-Grafikkarten (damals war die GeForce 9800 GX2 noch aktuell) ausgestattet. Fastra wird zur Berechnung von Tomogrammen eingesetzt und bringt laut Aussage der Entwickler die Leistung eines Supercomputers, der auf normalen Prozessoren basiert.

Update: Ich habe eben noch den FASTRA II gefunden. Der FASTRA II ist nun mit 6 NVIDIA GTX295 (je 2 GPUs) und einer NVIDIA GTX275 (eine GPU) ausgestattet. Das System bringt eine Leistung von 12 TFLOPS und kostet „nur“ 6000€. Mit dem neuen FASTRA II können wesentlich höher Auflösende Tomogramme in kurzer Zeit erstellt werden. Um FASTRA II zum Laufen zu bekommen, hat ASUS ein spezielles BIOS entwickelt, damit alle Grafikkarten adressiert werden können. Außerdem mussten die Entwickler einen Linux-Kernel so modifizieren, dass auch alle GPUs korrekt angesprochen werden können.

Ich hätte Bock mir irgendwann mal einen Cluster wie den Helmer zu basteln. Mich interessiert dabei vor allem das Load-Balancing und welche Möglichkeiten man mit so einem System hat. Das wird aber bestimmt noch eine ganze Weile dauern, es sei denn ich schalte acht 486er zusammen :D

Kommentare

Ich möchte auch mal so einen Computer bei mir @Home!
Na Patrick, wann fangen wir an basteln? :)

Kommentar #1 von Jeffrey am 09. Juni 2010


Ich bin wirklich am Überlegen, ob ich mir so einen Helmer von IKEA (kostet gerade mal 25€) zulegen und ein paar ausgesonderte Pentium III von der Arbeit ausschlachte :D

Ich hätte nicht unbedingt einen Nutzen dafür, aber ich würde gerne mal so ein System aufbauen, nur um sich mit der Materie „Computer-Cluster“ näher auseinandersetzen zu können und um z.B. mal verteile Builds per distcc fahren zu können.

Kommentar #2 von Patrick am 11. Juni 2010


Ich schließe mich da eurem Projekt an :)

Kommentar #3 von maTTes am 13. Juni 2010


@maTTes: Spenden nehme ich gerne entgegen :D

Kommentar #4 von Patrick am 14. Juni 2010


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