AdBlocker mit JavaScript erkennen

Es gibt einige Seiten, auf denen man höflich gebeten wird, seinen AdBlocker auszuschalten, damit den Betreibern die Werbeeinnahmen nicht durch die Lappen gehen. Solange die Werbung unaufdringlich in die Seite eingebunden ist, finde ich das vollkommen in Ordnung. Aber ich habe mir die Frage gestellt, wie erkannt wird, dass der Besucher einen AdBlocker nutzt?

Die Lösung ist relativ simpel. Man gehe zunächst in den head-Bereich einer Seite und fügt folgenden Code ein:

<script type="text/javascript">var adblock = true;</script>

Danach erstellt man die Datei adframe.js und schreibt folgenden Inhalt hinein:

adblock = false;

Diese Datei muss nun unter der Zeile von eben eingebunden werden:

<script type="text/javascript" src="adframe.js"></script>

Danach folgt wieder ein eigenständiger Javascript-Block:

<script type="text/javascript">
  if(adblock) {
    // Was auch immer ausgeführt werden soll, wenn ein AdBlocker aktiv ist
  }
</script>

Die Methode funktioniert deshalb, weil viele AdBlocker Dateien namens adframe.js rausfiltern, somit wird die Variable adblock nicht auf false gesetzt. Vielleicht kann man das Ganze noch kürzen, ich bin kein JavaScript-Profi :)

Wenn es geht, würde ich in der Datei adframe.js die Variable adblock anlegen und danach einfach prüfen, ob die Variable existiert. Funktioniert sowas bei JavaScript?

Veröffentlicht am 15.01.2011

12 Kommentare

  • JürgenHugo schrieb am 15. Januar 2011

    Die können noch so höflich bitten – ich schalt NICH aus, wenn ich nicht will. Auch z.B beim Caschy nicht. Und zwar aus 2 Gründen:

    1) Schuld bin ja nicht ich, der “böse” Blocker – sondern die, die das mit der Werbung eben übertreiben. Und dauernd zu entscheiden: “Der darf, der nicht” – dazu hab ich schlicht keine Lust.

    2) Meine Meinung ist: wer eine PRIVATE Seite/Blog betreibt, der muß eben sehen, das er das auch bezahlen kann. Hobbys kosten eben – was soll denn z.B. ein Hobby-Angler sagen: schreibt der sich Werbung auf seinen Mantel? “Weil ich angle, müßt ihr mir was spenden?”

    Am schlimmsten find ich die, die einen “privaten” Blog haben, und alles mögliche besprechen und “toll” finden – von dem sie meist keine Ahnung haben. Teilweise liest sich das, wie aus einem Prospekt – aber wie aus einem schlechten…

  • .wired schrieb am 15. Januar 2011

    Das ist eine nette Möglichkeit, aber meiner Meinung nach einfacher und wirkungsvoller ist es einfach, per CSS und HTML einen DIV unter den Werbung enthltenden Container zu legen. Wird die Werbung aus irgendeinem Grunde nicht angezeigt, bekommt der Besucher die für ihn sowieso bereitstehende Grafik oder whatever zu sehen. Würde dann aber auch bei Scriptblockern greifen.

  • Patrick schrieb am 16. Januar 2011

    “Am schlimmsten find ich die, die einen “privaten” Blog haben, und alles mögliche besprechen und “toll” finden – von dem sie meist keine Ahnung haben. Teilweise liest sich das, wie aus einem Prospekt – aber wie aus einem schlechten…”

    Ich hoffe doch, bei mir nicht ;)

  • Patrick schrieb am 16. Januar 2011

    @.wired: Mit der Methode kann man aber z.B. kein kleines Hinweis-Popup oder so realisieren, falls das gewünscht ist.

  • JürgenHugo schrieb am 16. Januar 2011

    @Patrick:

    Ne, ne – dich mein ich damit nich (als Prospektabschreiber) – aber es gibt genug davon…

    Das ist ja auch nur ein Teil des Problems. Wenn jemand einen Blog hat, sagen viele: “Aber das ist mein Blog, den mach ich für mich – und NUR für mich”!

    Stimmt natürlich nicht: wenn jemand nur für sich was aufschreiben will, dann kann er das in einem “geheimen Tagebuch” – das geht fixer…es gibt immer ´ne Außenwirkung.

    Und wenn jemand das weiß, und seinen Privatblog nur danach ausrichtet, das möglichst viele klicken – das find ich grenzwertig.

    Viele sollten mal ein bißchen selbstkritischer sein (mein ich auch nicht dich mit!). Wenn man t.B. sieht, WAS für Fotos nach Flickr und WAS für Filmchen nach YouTube hochgeladen werden – herrjeh!

    Früher konnte so´n Dödel nur seine nähere Umgebung nerven – heut sitzt er iwo in Neuseeland und läd iwelchen Schwachsinn hoch. Damit den auch JA alle sehen.

  • Olli schrieb am 17. Januar 2011

    Hatte mir ähnliches auch schon seit längerem überlegt, aber bisher noch nicht umgesetzt. Meine Idee war es den Blockern die Arbeit möglichst schwierig zu machen, sprich keine Werbung = keine Seite… Z.B. den AdServer mit dem “CDN” zu kombinieren und via JavaScript welche zu entdecken etc… Weil nur JavaScript allein blockiert nur ganz wenige…

    @JürgenHugo:
    Ich finde du machst es dir zu leicht und du bestrafst die falschen. Wenn dich Seiten mit zuviel Werbung stören, warum gehst du dann noch auf diese? Meide sie doch einfach… und lass den anderen die Chance sich ein paar Cent zu verdienen…

    Nicht immer schreiben die Leute nur für sich (wenns so wäre, würde ja keiner auf die Seite gehen) und so bekommt man auf manchem (privaten) Blog/Seite durchaus einen brauchbaren Tipp, eine Anregung oder was auch immer, warum soll man dem Betreiber nicht n paar Cent für seine Arbeit zukommen lassen und ihn so ermutigen dies auch in Zukunft weiterhin zu tun?

    Jaja ich weiss, es gibt auch Flattr, den PayPal-Spenden-Button etc. doch seien wir mal ehrlich, da kommt bei den “Kleinen” auch nicht wirklich was an…

    Und wer angelt macht das nur für sich, es sei denn er verkauft oder verschenkt die Fische nachher… und hej, dann bekommt er im Zweifelsfall auch was zurück…

  • Tom schrieb am 17. Januar 2011

    “Jaja ich weiss, es gibt auch Flattr, den PayPal-Spenden-Button etc.”

    echt? die werden ja sowas von geblockt! ;)
    Ist nicht bös gemeint, aber da ich keinen zb. flattr-Account habe, brauch ich auch diese Buttons nicht, die teilweise die Ladezeit deutlich erhöhen, wenn mal was klemmt.
    Jedem sollte es frei stehen seine Seite so zu gestalten wie er will, also auch Werbung zu schalten.
    Genauso hat aber auch jeder Besucher das Recht, Inhalte, die er nicht will zu blocken.
    Der höfliche Hinweis ist durchaus praktisch. So kann man probehalber mal ungeblockt surfen. Wenn zuviel blickt, wird er eben wieder aktiviert. Kommt immer auf das Maß an.

  • Christian schrieb am 23. Januar 2011

    “Wenn es geht, würde ich in der Datei adframe.js die Variable adblock anlegen und danach einfach prüfen, ob die Variable existiert. Funktioniert sowas bei JavaScript?”

    Klar funktioniert das! :)

    if(typeof adblock == ‘undefined’) {
    // Was auch immer ausgeführt werden soll, wenn ein AdBlocker aktiv ist
    }

    Allerdings musst du eben in der adframe.js nicht nur die Variable anlegen, sondern ihr auch einen Wert zuweisen, beispielsweise so (wie du es auch schon getan hast):

    var adblock = false;

  • Oliver schrieb am 24. August 2011

    @JürgenHugo

    Viele Webseiten bieten erstklassiges Material zum lesen und bieten das kostenlos an. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Blogs von privaten Betreibern. Was ist mit den großen wie z.B. Chip.de, Heise.de, PCwelt.de, gulli und und und…? Die finanzieren das über die Werbung! Wenn jedermann nur noch Adblocker einsetzt, sterben die kostenlosen Angebote aus und wir schauen in die Röhre…

    Ich nutze auch Ad- und Flashblocker, schalte die aber auf den Seiten aus, die ich regelmäßig ansurfe…

  • JürgenHugo schrieb am 24. August 2011

    @Oliver: Jein…

    Gott sei Dank scheints ja genug zu geben, die sich die Werbung anschauen.

    Ich sags nochmal: Schuld sind die, die das maßlos übertreiben. Manchmal probier ich auch mal den IE, nur so aus Jux- wenn ich da einige Seiten sehe – die erkenn ich ja garnicht wieder… :mrgreen:

  • Steffanie Maler schrieb am 24. Oktober 2011

    Leider sind manche Werbescripte schlecht geschrieben, sodass Websites teilweise nicht darstellbar wurden. In diesem Fall finde ich den Einsatz von Gegenmaßnahmen gerechtfertigt. Zurück zur guten alten Gif-Werbung, statt Flashmonster, das wäre ideal :) Von mir auch könnten auch nur die Flashbanner geblockt werden, die meinen alten PC gern in die Knie gezwungen haben. :(

    Grüße aus Hamburg

  • anon schrieb am 9. Dezember 2011

    wer hat Euch denn gebeten, Eure Angebote kostenlos ins Netz zu stellen?
    Wenn Ihr droht, Eure Inhalte im Netz nur noch kostenpflichtig anzubieten: Bitte! Dann bietet sie doch kostenpflichtig an. Dann lesen es eben nur noch diejenigen, denen Eure Inhalte den geforderten Preis wert sind.

    Aber halt, nein, das wollt Ihr ja vielleicht auch nicht. Da würde ja Eure Reichweite mit einem Schlag kräftig sinken.
    Das schadet sicher dem Ansehen und vielleicht auch Eurem Selbstbild.
    Also bitte: Entscheidet Euch. Und sprecht keine Drohungen aus, solange Ihr die Konsequenzen vielleicht selber gar nicht wollt.

    Nur eins geht absolut gar nicht: Ihr könnt nicht Inhalte kostenlos für jedermann ins Netz stellen und Euch dann hinterher darüber beschweren, wenn sie jemand kostenlos liest!

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